Erasmus+ Jugend

Erasmus+ heißt das EU-Förderprogramm für Bildung, Jugend und Sport (2021 – 2027). Unter diesem Dach sind auch Fördermöglichkeiten für Jugendprojekte bzw. die außerschulische Jugendarbeit zu finden. Insgesamt stehen bis 2027 europaweit rund 26 Milliarden Euro an Fördermitteln für das gesamte Programm zur Verfügung.

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Welche Formate werden im Rahmen von Erasmus+ gefördert?

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Das Programm fördert Mobilität und interkulturelle Lernerfahrungen für Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren sowie Weiterbildung und Vernetzung von Menschen, die in der Jugendarbeit tätig sind.

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Welche Formate werden im Rahmen von Erasmus+ gefördert?

Bei einer Jugendbegegnung treffen sich Jugendliche aus verschiedenen Ländern, um sich gemeinsam mit einem Thema zu beschäftigen, das sie selbst und/oder andere Menschen betrifft. Die Vielfalt der Themen reicht von Arbeitslosigkeit, Armut, Rassismus, Sport über Musik bis hin zu Umweltschutz.

  • Dauer: mindestens 5 Tage, maximal 3 Wochen
  • Teilnehmer*innen: mindestens 16, maximal 60 Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren
  • Förderung: Pauschalsumme für Reisekosten und Tagespauschale pro TeilnehmerIn

Gemeinsame Vorbereitung und Planung des Treffens. Tipp: Nutzt die Chance und trefft euch vorab persönlich mit euren Partnern. Die Kosten für dieses Vorbereitungstreffen werden übernommen.

Alle Informationen und Tipps dazu findest du auf der Erasmus+ Jugend in Aktion Seite!

Schau dir ein paar Beispielprojekte an. 

Im Bereich der Mobilität für Fachkräfte werden Projekte unterstützt, die den Austausch und Kontakt zwischen in der Jugendarbeit Aktiven sowie den Aufbau neuer Kompetenzen und Wissen in der Jugendarbeit fördern. Ziel ist es, durch verschiedene Aktivitäten, wie z.B. internationale/transnationale Seminare, Trainings, Studienreisen, Vernetzungstreffen usw. einen Beitrag zur Weiterentwicklung und Qualitätssicherung in der Jugendarbeit in Europa zu leisten.

  • Dauer: mindestens 2 Tage bis maximal 2 Monate
  • Teilnehmer*innen: maximal 50 Personen jeglichen Alters
  • Förderung: Reisekosten, Organisatorische Kosten, außergewöhnliche Kosten (Impfen, Visa, etc.)

Alle Informationen und Tipps dazu findest du auf der Erasmus+ Jugend in Aktion Seite! 

Schau dir ein paar Beispielprojekte an. 

Youth Participation Activities sind eine neue Förderschiene des Erasmus+ Programms 2021-2027. Gefördert werden Aktivitäten des non-formalen Lernens, welche die Teilhabe von jungen Menschen am demokratischen und gesellschaftlichen

Leben auf lokaler, regionaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene fördern.

Youth Participation Activities:

  • fördern die Teilhabe junger Menschen
  • können national oder transnational sein
  • haben eine europäische Dimension
  • können von einer oder mehreren Organisationen umgesetzt werden
  • sollen jugendgeleitet sein oder unter aktiver Einbindung junger Menschen geplant und umgesetzt werden

Zielsetzungen

Youth Participation Activities sollen zur Erreichung folgender Zielsetzungen beitragen:

  • Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für junge Menschen schaffen und den Partizipationsgedanken unter jungen Menschen verankern; benachteiligte junge Menschen sollen verstärkt in Projekte inkludiert werden
  • Stärkung des europäischen Bewusstseins, Beitrag zum Integrationsprozess und der Umsetzung der Europäischen Jugendziele
  • Stärkung von Digitalen Kompetenzen und Medienkompetenzen junger Menschen mit speziellem Fokus auf die Förderung von kritischem Denken sowie den Umgang mit Informationen und das Erkennen von Falschinformationen
  • Junge Menschen und Entscheidungsträger/innen der lokalen, regionalen, nationalen und transnationalen Ebene in Dialog treten lassen und einen Beitrag zum EU-Jugenddialog leisten

Weitere Kriterien

Projektdauer: Projekte können zwischen 3 und 24 Monaten dauern.

Teilnehmer/innen: Junge Menschen zwischen 13 und 30 Jahren können an Youth Participation Activities teilnehmen. Für Entscheidungsträger/innen gibt es keine Altersbeschränkung.

Förderfähige Aktivitäten:

Innerhalb von Projekten können viele verschiedene Aktivitäten umgesetzt werden, zum Beispiel:

  • Workshops (physische Treffen oder Online Formate), Seminare, Events, Prozesse auf lokaler, regionaler, nationaler oder transnationaler Ebene, die Raum für Information, Dialog und aktive Beteiligung junger Menschen schaffen, jugendrelevante Themen behandeln und den Dialog zwischen Jugendlichen und Entscheidungsträger/innen fördern
  • Konsultationen junger Menschen, um relevante Themen und den Bedarf für Partizipationsmöglichkeiten zu diesen Themen zu identifizieren
  • Kampagnen zur Bewusstseinsbildung rund um Teilhabe von jungen Menschen am demokratischen Leben
  • Sichere, zugängliche und offene virtuelle und physische Angebote für junge Menschen, um Partizipation zu erlernen
  • Simulationen wie demokratische Institutionen funktionieren und welche Rollen Entscheidungsträger/innen dabei ausüben

Aktivitäten können, soweit sinnvoll, auch ausschließlich im virtuellen Raum stattfinden.

Folgende Aktivitäten werden nicht gefördert: Statutarische Treffen von Organisationen oder Netzwerken, Parteipolitische Veranstaltungen, physische Infrastruktur

Nähere Details dazu gibt es direkt auf der Website der Nationalagentur

Kooperationspartnerschaften sind Kooperationen von
  • mindestens drei Einrichtungen
  • aus drei verschiedenen Programmländern.

 

Kooperationspartnerschaften im Bereich Jugend unterstützen Entwicklung, Transfer und Implementierung innovativer Praktiken im Jugendsektor ebenso wie gemeinsame Initiativen zur Förderung von Zusammenarbeit, Peer Learning und Erfahrungsaustausch auf europäischer Ebene.

Ziel ihrer Zusammenarbeit kann sein, Qualität und Relevanz der Aktivitäten der Einrichtungen zu erhöhen, Partnernetzwerke aufzubauen und zu stärken, Kapazitäten für länderübergreifende Zusammenarbeit und Internationalisierung der Aktivitäten zu erhöhen und dabei neue Praktiken, Methoden und Ideen zu entwickeln bzw. auszutauschen.

Ergebnisse der Kooperationspartnerschaften sollten wiederverwendbar, übertragbar und anpassbar sein und nach Möglichkeit transdisziplinär. Verbreitet werden sie auf lokaler, regionaler, nationaler und länderübergreifender Ebene.

 

  • Laufzeit: 12 bis 36 Monate
  • Förderhöhe: min. 100.000 bis max. 400.000 Euro pro Projekt

 

Nähere Details dazu gibt es direkt auf der Website der Nationalagentur

Kleinere Partnerschaften (Small-Scale Partnerships)sind Kooperationen von

  • mindestens zwei Einrichtungen
  • aus zwei verschiedenen Programmländern.

Kleinere Partnerschaften im Bereich Jugend sollen kleineren Organisationen und schwer zu erreichenden Zielgruppen den Zugang zum Programm Erasmus+ erleichtern. Im Vergleich zu Kooperationspartnerschaften ist der Verwaltungsaufwand geringer, die Projektdauer kürzer und die Förderbeträge sind niedriger. Mit einer niedrigen Eintrittsschwelle richten sich Kleinere Partnerschaften an wenig erfahrene Einrichtungen und Programm-Newcomer mit eingeschränkten Kapazitäten für Organisatorisches.

Die Aktion unterstützt auch flexible Formate, bei der Aktivitäten mit transnationalem und nationalem Charakter kombiniert werden, stets jedoch mit einer europäischen Dimension. So sollen Einrichtungen mehr Mittel zur Verfügung haben, um Menschen mit erhöhtem Förderbedarf zu erreichen. Kleinere Partnerschaften können auch länderübergreifende Netzwerke aufbauen und Synergien mit bzw. zwischen lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Maßnahmen ausschöpfen.

 

  • Laufzeit: 6 bis 24 Monate
  • Förderhöhe: Abhängig von Anzahl und Umfang der geplanten Aktivitäten, kann für Kleinere Partnerschaften ein Pauschalbetrag in der Höhe von € 30.000,- oder € 60.000,– beantragt werden. Aus den schriftlichen Ausführungen und dem Budgetplan im Antragsformular muss hervorgehen, welche Aktivitäten geplant sind und welche Teile des Budgets dafür vorgesehen sind. Eine Orientierung für die Höhe der Kosten (etwa für Reisekosten, Unterbringung und Verpflegung, Veranstaltungskosten) bieten die Pauschalen der Kooperationspartnerschaften.

Nähere Details dazu gibt es direkt auf der Website der Nationalagentur